BVB / FREIE WÄHLER: Mehr Geld fürs Landesarchiv – Bürger bei Recherchen unterstützen

BVB / FREIE WÄHLER fordert eine bessere Finanzierung des Landesarchivs Brandenburg. Wie sich aus der neuerlichen Antwort auf die Anfrage des Landtagsabgeordneten Péter Vida ergibt, mangelt es deutlich an finanziellen Ressourcen, um zeitgemäße Digitalisierungsmaßnahmen im notwendigen Umfang vorzunehmen. 

So braucht es aus Sicht von BVB / FREIE WÄHLER dringend eine Volltextsuche nicht nur in den Inhaltsangaben, sondern auch in den Dokumenten. Zugleich ist es völlig unzureichend, dass fürs Landeshauptarchiv lediglich 50.000 Euro für Digitalisierungsmaßnahmen pro Jahr zur Verfügung stehen, womit gerade einmal rund 2 Meter Archivmaterial gescannt werden können – und dies bei 50 Kilometern Archivgut.

In Zeiten von Beitragsnacherhebungen – etwa bei Abwasser, Straßenausbaubeiträgen, Parzellierungen – und Restitutionsverfahren sind Bürger oft auf historische Sachverhalte angewiesen. Hierbei wird oft geprüft, ob und inwiefern in teilweise mehrere Jahrzehnte zurückliegenden Angelegenheiten Zahlungen getätigt worden sind. Da die Betroffenen als Widerspruchsführer in der Regel in der Beweislast sind, müssen Möglichkeiten einer zielgerichteten Recherche geschaffen werden. 

Begrüßenswert ist die Information der Landesregierung, dass in Kooperation mit dem United States Holocaust Memorial Museum inhaltsreiche Aktengruppen über die NS-Verfolgung digitalisiert werden. Gerade in diesem Bereich können Fördergelder akquiriert werden.

BVB / FREIE WÄHLER wird in die kommende Haushaltsverhandlung Anträge zur Erhöhung des Digitalisierungsbudgets fürs Landesarchiv einbringen.

Lesen Sie die Parlamentarische Anfrage „Digitaler Vollzugang zum Landesarchiv Brandenburg“ samt Antwort der Landesregierung hier.

 

Bildquelle: Ein Blick ins Archiv des FWU - Wikipedia